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Ich ├Âffne die T├╝r und es gibt ein lautes Knacken. Zum Einsteigen muss ich mich tief herablassen und sinke in den Fahrersitz. Im ersten Moment komme ich mir etwas verloren vor. Ich schaue mich um und vermisse das gewohnte Gef├╝hl, in einem Auto zu sitzen und frage mich unbewusst: ÔÇťIst das hier ├╝berhaupt ein Auto?ÔÇŁ

Alle ├╝blichen Bedienungselemente und Armaturen fehlen. Es gibt keinen Tacho, keinen Blinker- und Scheibenwischerhebel und keine Hupe in der Mitte des Lenkrades. Die Symbole auf den Schaltern m├╝ssen erst neu zugeordnet werden. Auf einmal f├Ąllt mir auf, dass die Bedienung des Kippschalters f├╝r den Blinker ├Ąu├čerst logisch ist. Dr├╝ckt man ihn links herunter, blinkt es links und andersherum. Der Schalter ist sehr ergonomisch mit nur einem Finger vom Lenkrad aus zu erreichen.

Die Sitzposition ist tief, der Sitz ist direkt auf dem Boden des Fahrzeugs befestigt, welcher sich nur wenige cm ├╝ber der Strasse befindet, was sich bald ├Ąndern soll. Ich suche das Z├╝ndschloss und finde es tief unten in H├Âhe des linken Knies. Unwillk├╝rlich greife ich durch das Lenkrad, um den Schl├╝ssel hineinzustecken und drehe ihn um. Vor mir erscheinen zwei quadratische, orange erleuchtete Fenster mit je einem senkrechten Strich und ein paar Zahlen. Ich drehe den Schl├╝ssel weiter und starte den Motor. Der Wagen sch├╝ttelt sich leicht und beginnt sofort, sich zu erheben. Ein leichtes Vibrieren wird von einem Zischen begleitet, welches nach einigen Sekunden mit einem lauten Klack verstummt.

Ich fahre los. Jede Bewegung des Lenkrades wird nach links mit einem Zischen und nach rechts mit einem Gurgeln kommentiert und wenn man es losl├Ąsst, kehrt es wie von Geisterhand gef├╝hrt in seine Ruhestellung zur├╝ck. Ich muss erst lernen, mit diesem Ph├Ąnomen umzugehen. So werden die ersten Kurven im CX zu kurzen Geradeausst├╝cken mit mehreren Haken in die jeweilige Richtung.

Das Bremspedal ist nach wenigen cm am Anschlag und eine leichte Ber├╝hrung reicht aus, um einen Schreck zu bekommen. Die richtige Dosierung lerne ich nach der vierten Bremsung, aber beim n├Ąchsten Mal trete ich aus Gewohnheit wieder voll zu. Gewohnheiten m├╝ssen sich wohl ├Ąndern, um dieses Auto vollkommen zu beherrschen. Langsam kann ich mich etwas entspannen. In meinem Kopf entstehen Fragen, wie das wohl Alles funktionieren mag, die sich sogleich in Faszination umwandeln.

Ich stelle mir Aggregate vor, die von Keilriemen angetrieben werden und wie Organe eines K├Ârpers den Kreislauf des Autos mit lebenswichtigen Fl├╝ssigkeiten versorgen. Alles bewegt sich unter der Haube: Antriebswellen, Spannrollen, Gelenke, vibrierende Rohre und Leitungen sowie zischende, brodelnde Fl├╝ssigkeitsbeh├Ąlter. Ich f├╝hle mich der Technik dieses Autos ganz nahe. Ich fahre nicht Auto so wie sonst, sondern ich bediene es, und das Auto tut seinen Teil dazu.

Es unterst├╝tzt, kommentiert und korrigiert mich, es wacht ├╝ber mich. Eine Harmonie zwischen mir und dem Auto entsteht, und langsam arbeiten wir immer besser zusammen. Wenn ich mich ihm widersetze, werde ich von ihm abgesto├čen. Ich muss mich voll darauf einlassen, um es genie├čen zu k├Ânnen. Gelingt dies nicht, so fahre ich eckig um Kurven, halte mit quietschenden Reifen und bekomme R├╝ckenschmerzen. Ich lasse mich von dem Wagen in seinen Bann ziehen, versuche nicht krampfhaft, die g├╝nstigste Sitzposition einzunehmen. Ich lasse mich einfach von den Sitzen aufsaugen, entspanne mich total. Mein K├Ârper nimmt automatisch eine Position ein, in der es sich Stunden reisen l├Ąsst.

Ich gebe nur noch durch leichte Kommandos am Lenkrad die Richtung vor, und das Auto ├╝bernimmt den Rest. Obwohl es mir die freie Entscheidung ├╝berl├Ąsst, ob ich den Blinker wieder ausschalten m├Âchte, so beh├Ąlt es, was das Fahren angeht, immer das letzte Wort.